Über uns

Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Foto: M. Herms

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern zählt mit seinen Inseln und Stränden, mit seinen Seen und Wäldern, mit den alten Hansestädten wohl zu den schönsten Landstrichen Deutschlands.

Andererseits ist die Situation im Lande alles andere als Rosarot und der gern zitierte Slogan „Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen“ trifft auf mehr als ein Fünftel der arbeitsfähigen Bevölkerung leider nicht zu. Hier gibt es die höchste Arbeitslosenrate, die noch höher läge, würden nicht Zehntausende Woche für Woche gen Westen pendeln. Hier schreitet, bei zunehmender Abwanderung junger Menschen, die Veralterung der Bevölkerung voran. Und hier hat sich – gerade, aber nicht nur, in den strukturschwachen Gebieten – eine rechtsextreme Szene etabliert, deren Arm seit den Landtagswahlen 2006 bis ins Schweriner Schloss, den Landtag, hineinreicht.

Weil Schwarzmalen nichts nützt, versuchen wir Rosa´s Licht mittels politischer Bildungsarbeit ins Land zu tragen. Wir – das sind zwei Standbeine der RLS in Mecklenburg-Vorpommern: das 1991 gegründete Forum für politische und interkulturelle Bildung e.V. mit Arbeitsgruppen in Schwerin und Greifswald sowie das seit Mitte 2003 in Rostock etablierte Regionalbüro der RLS mit neu gegründeten RLS-Freundeskreisen in Wismar, Stralsund, Güstrow, der Mecklenburgischen Seenplatte, in Ludwigslust und auf Rügen.

Von Bischof Marx soll der Spruch stammen: „Wer sich mit dem Zeitgeist verheiratet, wird bald schon Witwer sein.“ Mit Bischöfen halten wir es im Allgemeinen nicht so sehr, sondern eher mit Marx, der da meinte: „An allem ist zu zweifeln.“ Nun, wir zweifeln nicht an allem und vor allem verzweifeln wir nicht, sondern wir hinterfragen in unseren Veranstaltungen sowohl den heutigen Zeitgeist wie auch vergangene Zeit-Geister. 140 Mal haben wir das mit Unterstützung einer Vielzahl von Referenten und Referentinnen und Partnern im Jahre 2009 versucht, wobei uns mehr als 5.500 Besucherinnen und Besucher unterstützten. Ähnlich waren die Zahlen in den vergangenen Jahren, so dass unsere Bilanz seit 2003 mehr als 500 Veranstaltungen mit über 25.000 Teilnehmern verzeichnet. Im Vergleich zu den hiesigen täglichen BILDlesern ist das sehr wenig, aber wer möchte sich schon damit vergleichen, geht es uns doch nicht um BILDER, sondern um politische BILDUNG.

Die Themenpalette reicht von der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, das Nachdenken über Chancen für einen Sozialismus im 21. Jahrhundert bis zur Analyse von Globalisierungsprozessen, wofür wir nicht erst durch das Gipfeltreffen von Heiligendamm angeregt worden sind. Selbstverständlich war dies ein Anlass, um mit unseren Mitteln diese Themen zu fokussieren und mit anderen darüber nachzudenken, ob und wie eine andere Welt möglich ist. 

Zu den Lichtverstärkern unserer politischen Bildung zählen auch Publikationen, wie etwa die in Broschüren dokumentierten Tagungsergebnisse unserer jährlichen Lateinamerika-Konferenzen, eine Biographie über den Lokalpolitiker Bernhard Quandt, eine Studie über die viel diskutierte Regierungsbeteiligung der PDS oder ein Band zur Wissenschaftsgeschichte im Norden der DDR.
Klar, Rosalux reicht noch nicht überall hin, aber es gibt auch keinen Grund, unser Licht unter den Scheffel stellen. Davon können Sie sich auf unserer Homepage überzeugen oder noch besser bei unseren Veranstaltungen, zu denen wir herzlich einladen.

Rosa`s Licht leuchtet seit längerem in den größeren Städten, zunehmend aber auch in Ludwigslust, in Güstrow, Neustrelitz, Sassnitz, Bad Doberan, Bützow, Demmin, Stavenhagen, Tellow oder in Grevesmühlen. Mit AktivistInnen vor Ort haben wir in Pasewalk drei Ausstellungen präsentiert, in Ueckermünde eine Veranstaltung mit einem NPD-Aussteiger oder in Groß Lüsewitz eine interessante Debatte über Gentechnologien in der Landwirtschaft organisiert. Dennoch reicht unsere Kraft leider für das Flächenland immer noch nicht aus.

Umso mehr geht es uns um sinnvolle Kooperationen und Synergieeffekte. Zu unseren Partnern zählen die ASten der beiden Universitäten, diverse Jugendvereine, Gewerkschaften, die VVN, Arbeit und Leben e.V., Volkshochschulen, Ausländervereine, antirassistische Gruppierungen und Friedensbündnisse. Darüber hinaus fördern wir unseren Möglichkeiten entsprechend Geschichtsprojekte der KZ-Gedenkstätten, das Dokumentationszentrum Prora, den Erinnerungsverein Alt Rehse, den Verein Freier Himmel und diverse Jugendprojekte.
Entgegen der nicht wenig verbreiteten Auffassung, wir seien die Stiftung „weißhaariger Menschen“ weisen unsere Teilnehmerlisten durchaus eine gute Altersmischung zwischen Jung und Alt aus, wenngleich das Mittelalter, wie fast überall, zu wenig vertreten ist. Immerhin ist fast ein Drittel unserer Besucher jünger als 30 Jahre alt.

Klar, Rosalux reicht noch nicht überall hin, aber es gibt auch keinen Grund, unser Licht unter den Scheffel stellen. Davon können Sie sich auf unserer Homepage überzeugen oder noch besser bei unseren Veranstaltungen, zu denen wir herzlich einladen.

 

»Rosas Licht in Mecklenburg-Vorpommern«

Einen Bericht aus Mecklenburg-Vorpommern finden Sie unter der Rubrik »Stiftungsverbund« auf Seite 20 in der interner Link folgtNo linkhandler TypoScript configuration found for key tt_news...

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